Wenn die Theaterbühne zur Galaxie wird

Die Unterstufe des Scheffold-Gymnasiums begeistert mit „Leben im All“

Planeten rasen über die Bühne, Sternschnuppen glitzern im Weltall und schwarze Löcher schleichen durch das Publikum – es ist ein beeindruckendes Universum, dass die Unterstufe des Scheffold-Gymnasiums im Emil-Molt-Saal der Waldorfschule vergangene Woche auf die Bühne brachte.   „Leben im All“ von Gerhard A. Meyer erzählt die Geschichte von Opa Galaxos, einem Stern, der, bevor er erlischt, allen Planeten noch große Geschenke macht. Nur der kleine Pluto lässt sich wenig später sein Präsent, eine funkelnde Kristallkugel, vom hinterhältigen Schwarzen Loch klauen. Die Planeten sind sich einig: da hilft nur ein gemeinsamer Plan, das gesamte Universum muss zusammenhalten, damit nicht alles den Schwarzen Löchern zum Opfer fällt. Zum Glück gibt es den rasenden Kometen XXL, der die muntere Truppe nach einigem Hin und Her aus dieser misslichen Lage befreien kann.

Es ist eine knallbunte Revue, welche die jungen Sängerinnen und Sänger ihrem Publikum präsentieren: Die freche Sternschnuppentruppe meistert mit spielerischer Leichtigkeit das Zusammenspiel von Gesang und Tanz, während Komet XXL mit seinem Roller die Schwarzen Löcher austrickst. Die einzelnen Planeten entzücken mit ihren solistischen Einlagen, umrahmt von eindrucksvollen Choreographien, die die Musik in schönen Bildern tänzerisch zum Ausdruck bringen. Dazwischen wirbeln immer mal wieder die Schwarzen Löcher und sorgen mit ihren teils tragisch anmutenden Liedern für ein bisschen Gänsehaut.

Dieser farbenfrohe Musik-, Tanz- und Bilderreigen ist das Ergebnis eines neuen Konzeptes, welches das Scheffold-Gymnasium in diesem Jahr zum ersten Mal umsetzt: Allen voran meistern die Musiklehrern Kilian Baur und Franziska Foley (Chor) sowie Valentin Sachsenmaier (Musikprofil Klasse 8) in gewohnter Manier die Aufgabe bravourös, rund 90 Mitwirkenden auf der Bühne und das Live-Orchester zusammenzubringen. Auch die Technik-AG des Scheffold-Gymnasiums sorgt einmal mehr für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Neu sind die Poolstunden, die seit der Umstellung auf G9 jedem Gymnasium in den fünften Klassenstufen zur freien Verfügung standen und am Scheffold für Bühnenbild, Tanz und Bühnenpräsenz eingesetzt werden.  Diesen pädagogischen Ansatz betont auch Schulleiter Bernd Gockel bei seiner Begrüßung: „Das Unterstufenmusical ist mehr als eine Aufführung: es ist unser pädagogisches Herzstück, eine Gemeinschaftsproduktion von Musik, Theater, Tanz und Kunst, die nicht nur das Selbstvertrauen unserer Fünftklässler fördert, sondern auch Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein stärkt.“

Wenn im großen Finale alle Mitwirkenden auf der Bühne das Schlusslied „Leben im All“ singen, dann wird deutlich, dass hier alle ihren Klang gefunden haben – ob als Solostimme, in Sprechchören, im Ensemblespiel, bei Tanzeinlagen oder im Bühnenbild. Eine Gemeinschaftsproduktion, die, um es mit den Worten einer Besucherin zu sagen „Ganz großes Kino“ gewesen ist.

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