
Achtklässler dirigieren Grundschüler
Scheffold-Gymnasium startet mit außergewöhnliche Begegnungsprojekt
Rund 20 Grundschülerinnen und -schüler der Uhland-Grundschule in Bettringen stehen im Kreis, wippen ein bisschen mit den Füßen hin und her und achten auf ihren Atem. In der Mitte steht Luzie, die die achte Klasse des Scheffold-Gymnasiums besucht und sich für den Musikzug entschieden hat. Sie leitet heute das Warm-up an, die Grundschüler folgen konzentriert ihren Vorgaben. Denn für die nächsten 60 Minuten haben sie sich einiges vorgenommen: Die Einstudierung eines Liedes aus dem Musical „Leben im All“. Dieses wird am Dienstag, den 12. Mai und am Mittwoch, den 13. Mai von den Unterstufenensembles des Scheffold-Gymnasiums im Emil-Molt-Saal der Waldorfschule aufgeführt. Und es gehört zur Tradition, für die Mittwochvorstellung am Vormittag die Grundschulen der Umgebung einzuladen. Neu dabei ist das Musikmentorenprojekt: „Im Zuge der Musikmentoren-Ausbildung unseres Musikprofils von Klasse 8 – 10, steht in Klasse 8 die Einstudierung eines Liedes mit einem Grundschulchor an“, erklärt Musiklehrer Valentin Sachsenmaier, der in diesem Jahr das Musikprofil unterrichtet. Dabei werden im Musikunterricht erst die pädagogischen und didaktische Inhalte erarbeitet und diese dann als Höhepunkt bei den Grundschülerinnen und -schülern umgesetzt.
Neben der Uhland-Schule sind auch die Grundschulen aus Weiler, Täferrot und Großdeinbach in den Genuss dieses schulübergreifenden Projektes gekommen. Kein Wunder, dass manche Grundschüler den Besuch der Schülervorstellung kaum mehr erwarten können. Denn schließlich dürfen sie bei einzelnen Stücken nicht nur mitsingen, sondern die Scheffoldianer erarbeiten auch eine Choreographie mit ihnen. „Es macht allen riesig Spaß“, ist sich Sachsenmaier sicher, der sich als Klavierbegleitung bewusst im Hintergrund hält und seinen Schülern freie Hand lässt. „Unsere Achtklässlerinnen und Achtklässler sollen in diesen sechzig Minuten erfahren, was es heißt, Dirigent, Chorleiter und Taktgeber zu sein.“ Für ihn ist es ein gewinnbringendes Projekt, da alle Beteiligten mitbekommen, wie sich innerhalb einer Stunde musikalisch neue Welten eröffnen – und manchmal sogar Galaxien.