
Auf den Spuren des Klimawandels
Das Leistungsfach Geographie, ihre Fachlehrerin Frau Pipa-Wieloch sowie der Begleitlehrer Herr Nolte machten sich am 16.09.2026 auf den Weg in die Alpen.
Nach einer abwechslungsreichen Zugfahrt erreichten wir gegen 14 Uhr Garmisch-Partenkirchen. Dort wurden die Wanderstiefel geschnürt und wir wanderten los zur Partnach-Klamm. Der Fluss Partnach hat sich hier teilweise bis zu 80m tief in den Untergrund eingegraben und begeistert mit faszinierten Einblicken in das Gestein sowie der Kraft des Wassers. Die Gänge entlang der Partnach verlaufen zum Teil im Fels, sodass man das Gefühl hat, sich tief durch die Berge hindurchzubewegen.
Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit, wir fuhren mit der Zahnradbahn auf das Zugspitzplatt. Hier wurden wir von unserem Bergführer Max Pohl von der Bergschule VivAlpin in Empfang genommen. Nach einem kurzen Gang den Berg hinauf und den ersten Erklärungen bezüglich Alpenentstehung aber auch Klimawandel und die Auswirkung auf die Alpen, hieß es für uns Eis-Spikes über die Schuhe zu ziehen. Sehr bald war allen klar, warum wir diese Spikes an unseren Schuhen hatten, es ist nämlich ausgesprochen glatt auf dem Gletscher oder besser wohl, den Resten des Gletschers.
Nachdem ich 2022 das erste Mal mit einem Leistungsfach auf der Zugspitze war und nun im dritten Jahr in Folge hier bin, war es erschreckend zu sehen, wie wenig Gletscher noch da ist. Nichtsdestotrotz fasziniert es mich immer wieder hier zu sein.
Die erste Anweisung von Max lautete „Finger weg von metallischen Dingen, die nach Sprengsätzen aussehen“. Nein, kein Spaß, durch das Abschmelzen des Gletschereises werden alle möglichen Hinterlassenschaften aus den verschiedensten Jahren freigelegt. Dazu gehören leider auch Granaten aus dem 2.Weltkrieg, als die Nationalsozialisten eine Bergstation auf der Zugspitze hatten. Es finden sich aber auch harmlosere Dinge wie Teile von Skistöcken, alte Dosen, Kabel und ähnliches. Und nein, wie haben keine menschlichen Überreste aus der letzten Eiszeit gefunden!
Vom Zugspitzplatt ging es am Nachmittag weiter auf die Bergstation, von hier aus mit der Gondel zum Eibsee und schließlich in gemütlichem Zahnradtempo wieder nach GAP zurück.
Wir durften wettertechnisch und auch sicherheitstechnisch eine tolle Zeit auf der Zugspitze erleben. Eine Woche später gab es einen Bergsturz, so dass wir bei unserer Fahrt mit der Gondel außer viel Gesteinsstaub nicht viel mehr gesehen hätten. Auch dieser Bergsturz ist eine Folge des rasant voranschreitenden Klimawandels.
Danke meine lieben Geographen, hat Spaß gemacht mit euch!
Daniela Pipa-Wieloch