Vive la France – erfolgreiche Austauschprogramme mit Frankreich am Scheffold

Die Scheffold-Schülerinnen und Schüler können auf verschiedene Weisen ihren Wortschatz und ihre kulturellen Erfahrungen in Frankreich und Schwäbisch Gmünd erweitern: Zum einen gibt es seit diesem Jahr ein Gruppenaustauschprogramm für die Klassen 8, zum anderen haben Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge schon seit mehreren Jahren individuell die Möglichkeit, in Gastfamilien für mehrere Wochen die französische Lebensart, Sprache und Kultur besser kennen zu lernen. Beide Programme finden an der französischen Partnerschule Collège und Lycée Albert Châtelet in Douai in Nordfrankreich statt. Sie werden von der Europäischen Union über Erasmus+ kofinanziert und von den Lehrerinnen Kristina Müller, Sevil Tuna sowie Julia Bader und Lehrer Manuel van der Meijden betreut.

Francesca Donin aus der Klasse 10c berichtet von ihrem individuellen Austausch in Douai, während Anna Zimmermann aus der 8a mit ihrer Klasse Gastgeber für französische Schülerinnen und Schüler in Schwäbisch Gmünd gewesen ist, bevor der Rückbesuch im Herbst ansteht:

„Ich bin gemeinsam mit meiner Austauschpartnerin nach Frankreich gefahren, da sie zuvor bei mir in Schwäbisch Gmünd gewesen ist“, erklärt Francesa. „Mit dem TGV ging es nach Paris, dann mit dem Regionalexpress bis nach Arras. Dort wurden wir von dem Vater und dem Bruder meiner Austauschpartnerin abgeholt und sind bis nach Douai gefahren. Montags fing die Schule an und ich konnte endlich die Freunde meiner Austauschpartnerin kennenlernen. Im Laufe des Austausches hab´ ich viele neue Freundschaften knüpfen können.“  

Schule und Alltag unterscheiden sich deutlich von dem einer deutschen Schülerin, meint Francesca: „Die Schultage in Frankreich dauern länger als in Deutschland, teilweise bis 17.30 Uhr – und das fast jeden Tag. Eine einzelne Stunde geht 60 Minuten und viele Fächer wie Chemie und Physik oder Geschichte und Geographie werden als ein Fach unterrichtet. Das Lycée war so konstruiert, dass auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen problemlos die Schule besuchen konnten. Beispielsweise gibt es Blindenstreifen, Pflegekräfte und Aufzüge.“

Für Francesca haben sich ihre zwei Wochen in Frankreich nur wie einige Tage angefühlt. „Besonders schön war das Wochenende. Am Samstag verbrachten wir den ganzen Tag gemeinsam in Lille, sonntags sind wir mit meiner Austauschfamilie nach Paris gefahren.“

In der zweiten Woche nahm Francesca an einer Exkursion auf einen Bauernhof teil, erkundete mit ihrer Austauschpartnerin weitere Sehenswürdigkeiten und wurde von manchen Lehrern sogar für eine Französin gehalten. „Der Austausch war eine sehr lehrreiche und schöne Erfahrung für mich, die ich gerne wieder erleben würde. Das macht die Trennung besonders schwer, da diese Gefühle auf beiden Seiten empfunden wurden.“

Anna Zimmermann aus der 8a war mit ihrer Klasse eine Woche lang Gastgeberin für die französischen Austauschschülerinnen und -schüler des Collège Albert Châtelet in Schwäbisch Gmünd. Auch sie schwärmt von dieser abwechslungsreichen Zeit, die durch gemeinsame Aktivitäten bereichert wurde. „Es gab so viele schöne Momente, bei denen wir uns besser kennenlernen konnten. Wir arbeiteten zum Beispiel in der Schule an einem Ökologieprojekt und besuchten unter anderem die Bienen-AG der Schule, pflanzten als Zeichen unserer deutsch-französischen Freundschaft einen Freundschaftsbaum oder besichtigten eine Milchmanufaktur. Dort erhielten wir interessante Einblicke in die Herstellung verschiedener Käseprodukte und durften diese auch probieren.“ Ein gemeinsames Picknick, eine Stadtführung durch Schwäbisch Gmünd oder der Besuch im Himmelsgarten erleichterte das gegenseitige Kennenlernen: „Bei der Rallye durch das Taubental waren Teamarbeit und Geschick gefragt, die Skyland Games im Himmelsgarten sorgten für viel Spaß und gute Stimmung. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Abend in der Schule. Bei leckerem Essen und vielen Gesprächen ließen wir die erlebnisreiche Woche gemeinsam ausklingen.“ Auch Anna fiel das Abschiednehmen nach einer Woche alles andere als leicht. „Der Schüleraustausch war für uns alle eine wertvolle Erfahrung, denn in dieser kurzen Zeit waren viele neue Freundschaften entstanden. Wir konnten nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch die französische Kultur besser kennenlernen und viele neue Kontakte knüpfen. Diese Woche hat gezeigt, wie wichtig und bereichernd internationale Begegnungen sein können.“ Nun freuen sich die Schülerinnen und Schüler darauf, im Herbst nach Douai zu fahren und dort ihre Austauschpartnerinnen und Austauschpartner wiederzusehen.

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