Was Instrumente alles können

Musiklehrer der Musikschulen Schwäbisch Gmünd und Waldstetten zu Besuch am Scheffold-Gymnasium

Mit einem einzigen Knopf einen ganzen Akkord erzeugen, ein schaukelndes Piratenschiff musikalisch darstellen oder den eigenen Herzschlag erspüren – die Instrumentallehrer der Musikschulen Schwäbisch Gmünd und Waldstetten brachten am vergangenen Dienstag im Musiksaal des Scheffold-Gymnasiums die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler gehörig zum Staunen.

Udo Penz bezeichnete sein Akkordeon als „Zauberkiste“: Nicht nur die Luft beeinflusse den ganzen Ton, manchmal genüge auch ein einfacher Knopf, um für Dreistimmigkeit zu sorgen. 

Mit Daniel Foley unternahmen die Schülerinnen und Schüler einen Ausflug in die Musikphysik. Der Gitarrenlehrer ließ sie raten, wie oft eine Saite pro Sekunde schwinge. Das Ergebnis sorgte für Aha-Effekte: mindestes 440mal pro Sekunde.

„Hand aufs Herz“, forderte Manfred Fischer das junge Publikum auf, „damit jeder seinen Herzschlag spürt“. Das sei der Grundrhythmus des Schlagzeugs, so der Musiklehrer, denn „die Menschen hatten früher das Bedürfnis, aus dem Körper heraus Musik zu machen.“ Spätestens beim anschließenden „We will rock you“, dessen Rhythmus alle 90 Scheffoldianer begeistert mitstampften, hatte jeder eine Ahnung davon, wie eng Schlagzeugspielen mit dem eigenen Körpergefühl zusammenhängt.

Johannes Groß lüftete ein großes Klarinettengeheimnis: Es gibt eine Verbindung zwischen dem Märchen „Schneewittchen“ und der Klarinette: Das Instrument wurde früher aus schwarzem Ebenholz gefertigt, was an die Haare der Märchenprinzessin erinnert. Bei soviel Kostbarkeit wunderte sich niemand mehr über die musikalische Vielseitigkeit der Klarinette, die Groß nicht nur zum „Lachen“ brachte, sondern auch in ihrer ganzen Klangvielfalt präsentierte.

Volker Held fährt mit seinem Kontrabass gerne in den Urlaub. Am liebsten bleibt er dabei im heimischen Wohnzimmer sitzen und lässt am Instrument seiner Phantasie freien Lauf. So kam es, dass er den Schülerinnen und Schüler zeigte, wie ein Piratenschiff im Hafen schaukelt, Wale im Meer schwimmen oder Möwen am Himmel kreischen.

Begeistert sang das junge Publikum beim gemeinsam gespielten Lied „Ich lieb den Frühling“, mit dem sich die Instrumentallehrer verabschiedeten.

Die Veranstaltung mit Musiklehrern aus den Musikschulen Schwäbisch Gmünd und Waldstetten ist für die Kooperation zwischen dem Scheffold-Gymnasium und den Musikschulen ein gelungener Auftakt zum Schuljahresbeginn gewesen. „Eine Musikschule für alle“, erläutert Musikschulleiter Friedemann Gramm das Konzept: Musiklehrerinnen und -lehrer bieten am Scheffold-Gymnasium nicht nur ihren Fachunterricht an, sondern begleiten die Scheffold-Schüler von Anfang an musikalisch: Besuche im Musikunterricht, gemeinsame Konzerte sowie weitere musikalische Kooperationen sind in Planung.  Ein besonderer Dank gilt Musiklehrerin Diana Magg, die als Violinistin eingesprungen ist.

 

 

 

 

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